// Gesellschaft & Bildung

Philosophie

Bachelor
 

  • Profilfach
  • Komplementärfach

// Steckbrief

Der Reiz des Philosophierens besteht wesentlich darin, scheinbar Selbstverständliches kritisch zu beleuchten. Wohl aus diesem Grunde werden Philosophen oft als jene Akademiker betrachtet, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, typische Kinderfragen aufzugreifen und sie gemäß wissenschaftlicher Standards zu bearbeiten und zu differenzieren: Was ist eigentlich Gerechtigkeit? Warum überhaupt moralisch sein? Was unterscheidet Glauben von Wissen? Wie kommt sprachliche Bedeutung zustande? Was sind die Charakteristika einer wissenschaftlichen Theorie? Philosophische Fragen sind häufig von einer Grund... mehr »

Eckdaten

Titel/Abschluss Bachelor of Arts
Regelstudienzeit 6 Semester
ECTS-Punkte
Profilfach120CP
Komplementärfach60CP
Unterrichtssprache Deutsch

Zugangsvoraussetzung

Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife (z.B. Abitur, Einstufungsprüfung).
mehr Informationen unter Bewerbung und Zulassung

Zulassung für Erstsemester

zum Wintersemester
Zulassungsfrei
Bewerbung bis zum
15.07.

Studienplatzvergabe (DoSV)

Zulassung für höhere Semester

zum Wintersemester und zum Sommersemester
Zulassungsfrei
Bewerbung bis zum
15.07. bzw. 15.01.

Kontakt

Homepage http://www.philosophie.uni-bre...
Fachbereich Fachbereich 09: Kulturwissenschaften

// Beschreibung des Faches

Der Reiz des Philosophierens besteht wesentlich darin, scheinbar Selbstverständliches kritisch zu beleuchten. Wohl aus diesem Grunde werden Philosophen oft als jene Akademiker betrachtet, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, typische Kinderfragen aufzugreifen und sie gemäß wissenschaftlicher Standards zu bearbeiten und zu differenzieren: Was ist eigentlich Gerechtigkeit? Warum überhaupt moralisch sein? Was unterscheidet Glauben von Wissen? Wie kommt sprachliche Bedeutung zustande? Was sind die Charakteristika einer wissenschaftlichen Theorie? Philosophische Fragen sind häufig von einer Grundsätzlichkeit, für die in anderen Wissenschaften kein Raum ist. Philosophische Probleme sind solche, die weder allein durch formale Methoden (“Ausrechnen“) noch allein durch empirische Überprüfung („Experimente“) entschieden werden können. Zentrale Methode der Philosophie ist deshalb die kritische, genaue Prüfung von Argumenten. Die Überzeugungskraft von philosophischen Texten und Stellungnahmen zu einem Problem muss sich in der rationalen Argumentation zeigen. Im Studium geht es daher nicht um private Meinungen und unhinterfragte Glaubensüberzeugungen oder die Berufung auf Autoritäten, sondern stets um die Prüfung der Schlüssigkeit von Argumenten, der Adäquatheit ihrer Voraussetzungen und die Konsistenz der aus ihnen entwickelten Theorien.

// Berufswege und Weiterqualifizierung

Spätere fachwissenschaftliche Tätigkeitsfelder

Philosophen sind immer dann gefragt, wenn analytische Kompetenz benötigt wird und die Fähigkeit, komplexe Probleme systematisch und strukturiert anzugehen und dabei disziplinübergreifend zu denken. Ein solcher Bedarf besteht in der Politikberatung genauso wie in Unternehmen, Verbänden, internationalen Organisationen, in der Wissenschaftsverwaltung aber auch in den Medien und im Verlagswesen. Entscheidend für den beruflichen Erfolg ist das Engagement im Studium sowie der Erwerb attraktiver berufsrelevanter Qualifikationen.

Studienangebot für das Berufsziel Schule

Kein Studienangebot für das Lehramt an öffentlichen Schulen

Möglichkeiten zur anschließenden Weiterqualifizierung

Der Abschluss berechtigt zur Aufnahme eines wissenschaftlichen Masterstudiums in den Disziplinen:

Der Abschluss berechtigt zur Aufnahme eines wissenschaftlichen Masterstudiums im Fach Philosophie an allen Universitäten, in Bremen insbesondere in den interdisziplinären Masterstudiengang "Komplexes Entscheiden" (Professional Public Decision Making).

// Studieninhalte und Fächerkombinationen

Veranstaltungsangebot des Studiengangs im Online-Vorlesungsverzeichnis

Fächerkombination außerschulisches Berufsfeld

Grundsätzlich können Studienanfänger/innen alle von der Universität Bremen angebotenen Profil- und Komplementärfächer kombinieren. Der Studiengang empfiehlt die Kombination des Profilfaches mit

naturwissenschaftlichen Fächern, falls der Schwerpunkt im Bereich "Wissenschaftstheorie, Naturphilosophie und Philosophie der Naturwissenschaften" liegt, und mit sozial- oder politikwissenschaftlichen Fächern, falls der bei Schwerpunkt in der "Praktischen Philosophie" liegt.

Philosophie ist wählbar als Profil- und Komplementärfach für das außerschulische Berufsfeld. Die Immatrikulation im Zwei-Fächer-Bachelor findet immer im Profil- und Komplementärfach statt. Beim außerschulischen Berufsfeld sind grundsätzlich alle Kombinationen von Profil- und Komplementärfach möglich, die die Universität Bremen anbietet (insbes. auch Kombinationen mit Naturwissenschaften).
Die Universität Bremen plant die Zeiten der Lehrveranstaltungen der Fächer so, dass möglichst viele Fächerkombinationen überschneidungsfrei studierbar sind. Beim Studium zweier Fächer lassen sich jedoch zeitliche Überschneidungen von Lehrveranstaltungen nicht immer vermeiden, solche Probleme konnten aber bisher immer durch die Studienberater gelöst werden.

Grundlagen für diese Empfehlungen sind Erwartungen bzgl. der Entwicklung des Arbeitsmarktes für Akademiker/innen und dem Angebot konsekutiver Masterstudiengänge.
Denkbar sind aber auch andere, für Studienanfänger/innen individuell sinnvolle, Fächerkombinationen. In diesem Fall kann ein Gespräch mit der Studienfachberatung des Profilfaches, oder der Zentralen Studienberatung hilfreich sein, um persönliche Erwartungen und Ansprüche mit den Studieninhalten und -zielen abzugleichen.

Informationen zu möglichen Überschneidungen im Lehrangebot der Fächer finden Sie hier.

Studienabschnitte / Studieninhalte / Modulbeschreibungen

Innerhalb der Philosophie werden drei große Bereiche unterschieden:
• Den Kernbereich der Theoretischen Philosophie bilden die Logik, die Sprachphilosophie, die Erkenntnistheorie und die Wissenschaftstheorie. Hierher gehört aber auch die Naturphilosophie, die danach fragt, was wir unter „Natur“ verstehen und welche philosophischen Implikationen die Resultate der Naturwissenschaften haben. Die Philosophie des Geistes untersucht das Verhältnis von Gehirn und Bewusstsein, Leib und Seele.
• Zur Praktischen Philosophie gehören vor allem die allgemeine Handlungstheorie, die Moralphilosophie bzw. Allgemeine Ethik, die Angewandte Ethik, die Politische Philosophie und die Rechtsphilosophie. Während die Moralphilosophie (Ethik) nach den Kriterien der moralischen Beurteilung menschlichen Handelns fragt, befassen sich die Politische Philosophie und die Rechtsphilosophie mit Prinzipien der Gerechtigkeit, der Legitimität politischer Autorität und der Geltung von Recht.
• Als Geschichte der Philosophie wird sich die Philosophie selbst zum Thema: Hier geht es darum, an ausgewählten Beispielen die große Bandbreite philosophischen Argumentierens über die Jahrhunderte hinweg kennen zu lernen.

Studienverlaufsplan

Studienverlauf im ersten Jahr

Man kann Philosophie in Bremen als B.A.- Profilfach und B.A.-Komplementärfach studieren.
Im Hauptfach studiert man in den ersten beiden Semestern insgesamt 5 Pflichtmodule, im Nebenfach sind es 4 („Basismodule“):
• einen Kurs zur Argumentationstheorie, der auch praktische Übungen in der Analyse von Argumenten umfasst; für Profilfachstudierende ist zusätzlich ein Logikkurs verpflichtend;
• eine Vorlesung zur Einführung in die Theoretische Philosophie, die einen Überblick über Fragestellungen der Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie sowie der Sprachphilosophie bietet, mit einem vertiefenden Seminar;
• eine Vorlesung zur Einführung in die Praktische Philosophie, die einen Überblick über zentrale Fragestellungen und Theoriekonzeptionen der Moralphilosophie (Ethik), Politischen Philosophie und Rechtsphilosophie bietet, mit einem vertiefenden Seminar;
• eine Ringvorlesung zur Einführung in die Geschichte der Philosophie, die einen ersten Überblick über philosophische Strömungen und deren Protagonisten von der Antike bis zur Gegenwart liefert (im Komplementärfach im 2. Studienjahr).
Ein weiteres Einführungsmodul "Wissenschaftliches Arbeiten", das mit Methoden und Techniken wissenschaftlichen Arbeitens vertraut macht, ist Pflicht für Profilfachstudierende, Komplementärstudierende können es freiwillig besuchen.

Der weitere Studienverlauf im Komplementärfach

Nach den „Basismodulen“ belegt man im Komplementärfach ein Aufbaumodul (2 Lehrveranstaltungen) aus dem Bereich der Praktischen Philosophie und ein Aufbaumodul (2 Lehrveranstaltungen) aus dem Bereich der Theoretischen Philosophie.

Typische Lehrveranstaltungsformen / Formen der Lehre / Lehrprofil

Die Lehre findet in Form von Seminaren, Vorlesungen und begleitenden Tutorien statt.

Studienschwerpunkte / Vertiefungsrichtungen

Studienschwerpunkte/Vertiefungsrichtungen im Profilfach

Im Profilfach ist auf der Ebene der „Aufbaumodule“ (in der Regel im zweiten Jahr) zwischen zwei Schwerpunkten zu wählen. Der Schwerpunkt „Philosophie der Moral, der Politik und des Rechts“ gehört zur Praktischen Philosophie. Es werden zwei Module absolviert und damit vertiefte Kompetenzen in Hinblick auf moralische, rechtliche und politische Argumentationen erworben. Der Schwerpunkt „Wissenschaftstheorie, Naturphilosophie und Philosophie der Naturwissenschaften“ gehört zur Theoretischen Philosophie. In diesem Schwerpunkt werden zwei Module absolviert und damit z.B. vertiefte Kompetenzen in Hinblick auf naturwissenschaftliche Argumentationen und deren philosophische Implikationen erworben.
Aus dem Schwerpunkt, der nicht gewählt wird, ist ergänzend ein Modul (2 Lehrveranstaltungen) auszuwählen.

General Studies

General Studies sind berufsfeldbezogene Studienanteile und ergänzen das fachliche Studium des Vollfachs (oder Profilfachs). Sie umfassen zwischen 10 und 25 % des Studiums und vermitteln Studientechniken und Schlüsselqualifikationen für einen Beruf im außerschulischen Bereich.


General Studies sind berufsfeldbezogene Studienanteile und ergänzen das fachliche Studium des Haupt- oder Vollfachs. Sie vermitteln Studientechniken und Schlüsselqualifikationen für einen Beruf im außerschulischen Bereich.

Praktikum

Ein sechswöchiges Praktikum ist Pflicht. Es wird eine Begleitveranstaltung angeboten, deren Besuch obligatorisch ist.

Fremdsprachenkenntnisse

Gute, mindestens passive Englischkenntnisse.

Auslandssemester

Ein Auslandsaufenthalt (an einer unserer Partneruniversitäten) ist nicht obligatorisch, wird aber für das fünfte Semester nachdrücklich empfohlen. Bei der Organisation wird Ihnen geholfen.

Prüfungen und Prüfungsformen

Das Bachelor–Studium ist ein sog. prüfungsbegleitendes Studium, d. h. jedes Modul wird mit einer Note abgeschlossen, die in die Endnote eingeht.

Besonderheiten Studium / Sonstiges

Im WS 2010/2011 wurde der interdisziplinäre M.A. "Komplexes Entscheiden" (Professional Public Decision Making) eingerichtet.

In Vorbereitung ist darüber hinaus ein M.A. "Philosophie / Angewandte Philosophie".

// Bewerbung und Zulassung

Empfohlene Fähigkeiten / Zielgruppen / Ansprüche an Studierende

Sprachliche Begabung, hohe Fähigkeit zum analytischen und systematischen Denken.

Zugangsvoraussetzung Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife (z.B. Abitur, Einstufungsprüfung).
Infos zum Studium ohne Abitur.
Zulassung
für Studienanfänger Zulassungsfrei; es stehen Studienplätze für alle BewerberInnen zur Verfügung
für höhere Semester Zulassungsfrei; es stehen Studienplätze für alle BewerberInnen zur Verfügung
Bewerbung über http://www.uni-bremen.de/studium/bewerbung-immatrikulation/bachelor-1-juristische-pruefung/antraege.html
Frist für die Bewerbung/Einschreibung Anfänger 15.07. zum Wintersemester
Frist für die Bewerbung/Einschreibung Fortgeschrittene 15.07. zum Wintersemester
15.01. zum Sommersemester
Studienbeginn Anfänger WiSe
Studienbeginn Fortgeschrittene WiSe und SoSe

// Formalia und Ordnungsmittel

Studienform Grundständiger Studiengang
Zeitaufwand Vollzeitstudium
studierbar als Profilfach + Komplementärfach
studierbar für Schulformen
Abschluss Bachelor
Titel nach dem Studium Bachelor of Arts (B.A.)
Regelstudienzeit 6 Semester
ECTS-Punkte
Profilfach120CP
Komplementärfach60CP
Akkreditiert
als Profilfach
nein
BAföG 6 Semester
Kosten Semesterbeitrag 298,92€
Bremen hat ein Studienkontengesetz.
Unterrichtssprache Deutsch
weitere Unterrichtssprachen Deutsch
Ordnungen
Prüfungsordnung
vom 19.12.2012: Allgemeiner Teil Bachelor PO AT-BPO-12-12[pdf](113.3 KB)
vom 01.12.2010: BPO-Philosophie-2-Fächer-12-10[pdf](71.7 KB)

// Forschung und Lehre

Lehrende 2 Professoren und 1 Professorin im Fach Philosophie 
9 Wissenschaftliche Mitarbeiter/innen
Studierende 164 Studentinnen
172 Studenten
Kooperationen Zentrum Philosophische Grundlagen der Wissenschaften und Zentrum für Kognitionswissenschaften

// Kontakt und Beratung

Homepage des Studiengangs http://www.philosophie.uni-bre...
Fachbereich Fachbereich 09: Kulturwissenschaften
Studienfachberatung Prof. Dr. Manfred Stöckler
Gebäude SFG, Raum 4140
E-Mail: stoeckl@uni-bremen.de
Telefon: (0421)218-67830
Prof. Dr. Georg Mohr
Gebäude SFG, Raum 4160
E-Mail: gmohr@uni-bremen.de
Telefon: (0421)218-67810
Prof. Dr. Dagmar Borchers
Gebäude SFG, Raum 4200
E-Mail: borchers@uni-bremen.de
Telefon: (0421)218-67820
Sekretariat Elke Mindermann
Gebäude SFG, Raum 4150
E-Mail: philosek@uni-bremen.de
Telefon: (0421)218-67800
Studienzentrum Juliane Schoppe, Christina von Behr
Gebäude GW 2, Raum B3885
E-Mail: studienzentrumfb9@uni-bremen.de
Telefon: (0421)218-67511
Praxisbüro Sabine Görges-Dey
Gebäude SFG, Raum 3090
E-Mail: goedey@uni-bremen.de
Telefon: (0421)218-67510
Stand der Informationen 18.10.2016
Autorin Prof. Dr. Dagmar Borchers