// Gesellschaft & Bildung

Integrierte Europastudien

Bachelor
 

  • Vollfach

// Steckbrief

Integrierte Europastudien (IES) sind ein interdisziplinärer Studiengang. Sein Gegenstand sind die sozialwissenschaftlichen und kulturhistorischen Bedingungen, die politischen und gesellschaftlichen Triebkräfte sowie die ökonomischen und rechtlichen Entwicklungen Europas in Vergangenheit und Gegenwart. Ein wichtiger Aspekt sind die EU-Russland-Beziehungen. Thematisiert werden auch Prozesse regionaler und politischer Integration und Separation sowie die Geschichte Osteuropas und der Sowjetunion.
Analysiert werden Transformationsprozesse in Europa, politische und wirtschaftliche Herausford... mehr »

Eckdaten

Titel/Abschluss Bachelor of Arts
Regelstudienzeit 6 Semester
ECTS-Punkte
Vollfach180CP
Unterrichtssprache Deutsch

Zugangsvoraussetzung

Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife (z.B. Abitur, Einstufungsprüfung).
Englisch B1
Teilnahme an einem Selbsttest
Der Selbsttest wird im Mai freigeschaltet.
mehr Informationen unter Bewerbung und Zulassung

Zulassung für Erstsemester

zum Wintersemester
Zulassungsbeschränkt; es findet ein Auswahlverfahren statt
Beschreibung des Auswahlverfahrens
Bewerbung bis zum
15.07.

Studienplatzvergabe (DoSV)

Zulassung für höhere Semester

zum Wintersemester und zum Sommersemester
Zulassungsfrei
Bewerbung bis zum
15.07. bzw. 15.01.

Kontakt

Homepage www.ies.uni-bremen.de
Fachbereich Fachbereich 08: Sozialwissenschaften

// Beschreibung des Faches

Integrierte Europastudien (IES) sind ein interdisziplinärer Studiengang. Sein Gegenstand sind die sozialwissenschaftlichen und kulturhistorischen Bedingungen, die politischen und gesellschaftlichen Triebkräfte sowie die ökonomischen und rechtlichen Entwicklungen Europas in Vergangenheit und Gegenwart. Ein wichtiger Aspekt sind die EU-Russland-Beziehungen. Thematisiert werden auch Prozesse regionaler und politischer Integration und Separation sowie die Geschichte Osteuropas und der Sowjetunion.
Analysiert werden Transformationsprozesse in Europa, politische und wirtschaftliche Herausforderungen, vor welchen die Europäische Union steht, und die Umsetzung europäischer Politikfelder. Dabei nehmen Polen und Russland einen zentralen Platz ein. Weiterhin werden Ausblicke auf nord-, mittel- und westeuropäische Regionen gegeben.
In den beiden Studienrichtungen Sozialwissenschaftliche Europastudien und Kulturhistorische Europastudien wird eine sowohl fachwissenschaftliche als auch geographische Fokussierung vorgenommen. In beiden Richtungen wird Sprachkompetenz in Russisch oder Polnisch vermittelt.

// Berufswege und Weiterqualifizierung

Spätere fachwissenschaftliche Tätigkeitsfelder

Die Studierenden werden auf einen breiten Arbeitsmarkt vorbereitet, der von politischen Institutionen mit europäischem Bezug bis zu Einrichtungen im kulturellen Bereich reicht. Berufsperspektiven für AbsolventInnen mit sozialwissenschaftlichem Profil sind insbesondere Tätigkeiten als AnalystInnen, FachreferentInnen und ÖffentlichkeitsspezialistInnen bei Verbänden, Ministerien, EU-Behörden und in der Geschäftswelt sowie als BeraterInnen im internationalen Management im europäischen Raum. AbsolventInnen mit kulturhistorischem Profil können insbesondere im Kulturmanagement, Kulturaustausch, Journalismus, Tourismus, bei Menschenrechtssorganisationen oder damit verbundenen Geschäfts- und Politikbereichen Einsatz finden. Ebenso kommen Archive, Stiftungen und Sprachvermittlung als Arbeitsgebiete in Betracht.

Studienangebot für das Berufsziel Schule

Kein Studienangebot für das Lehramt an öffentlichen Schulen

Möglichkeiten zur anschließenden Weiterqualifizierung

Der Abschluss berechtigt zur Aufnahme eines wissenschaftlichen Masterstudiums in den Disziplinen:

An der Universität Bremen:
MA Politikwissenschaft
MA Soziologie und Sozialforschung
MA International Relations
MA Sozialpolitik
MA Geschichte
MA Komplexes Entscheiden
MA Trankulturelle Studien
MA Transnationale Literaturwissenschaft

ACHTUNG! Durch das IES-Pflichtprogramm sind ggf. nicht automatisch die Zugangsvoraussetzungen zu den genannten MA-Studiengängen erfüllt. Die vorliegende Liste garantiert nicht die Aufnahme in den jeweiligen MA

// Studieninhalte und Fächerkombinationen

Veranstaltungsangebot des Studiengangs im Online-Vorlesungsverzeichnis

Studienabschnitte / Studieninhalte / Modulbeschreibungen

Im ersten Jahr werden Grundlagen in den beiden Studienrichtungen gelegt, im zweiten Jahr werden diese vertieft und es beginnt die individuelle Profilbildung, das dritte Studienjahr umfasst ein Auslandssemester im 5. Fachsemester und bietet erweiterte Wahlmöglichkeiten.
Zu Beginn des Studiums werden für alle Studierenden sowohl sozialwissenschaftliche als auch kulturhistorische Grundlagen gelegt. In einem Verzahnungsbereich werden diese Theorien und Methoden exemplarisch in konkreten Fallstudien erprobt. Hinzu tritt die Sprachausbildung in Russisch oder Polnisch. Im 2. und 3. Jahr werden Spezialisierungsmodule (Wahlpflichtbereich) zu unterschiedlichen Praxisfeldern angeboten: „Wirtschaftstransformation und Wirtschaftspolitik“; „Gedächtnis und Archive“ und „Demokratie, Öffentlichkeit und Medien“. Für das Lehrangebot werden Informations- und Kommunikations-Technologien und Online-Learning eingesetzt, die selbstgesteuertes Lernen mit neuen Medien obligatorisch machen. In dieser Studienphase ist auch das verpflichtende achtwöchige Praktikum angesiedelt.

Studienverlaufsplan

Pflicht-, Wahlpflicht- und Wahlfächer

Im Pflichtbereich werden grundlegende Kenntnisse und Kompetenzen in der sozialwissenschaftlichen und kulturhistorischen Studienrichtung und in den Grundlagen der europäischen Transformation und Integration gelegt. Folgende Module umfasst der Pflichtbereich:
1. Europäische Kulturgeschichte,
2. Soziologische Theorien,
3. Transformation und Integration,
4. Geschichte Mittel-/Osteuropas,
5. Sprachkurse Russisch oder Polnisch,
6. ein Abschlussmodul mit der Bachelorarbeit und einem Kolloquium im 6. Fachsemester.
Im Wahlpflichtbereich 1 werden spezifische Kenntnisse und Kompetenzen in der gewählten Studienrichtung vermittelt. In der Studienrichtung Sozialwissenschaftliche Europastudien sind Veranstaltungen zu Statistik, VWL und Wirtschaftstransformation zu besuchen. In der Studienrichtung Kulturhistorische Europastudien werden vertiefende Veranstaltungen zur Geschichte und Kulturgeschichte Mittel-/Osteuropas angeboten. Zusätzlich werden fünf Sprachmodule Russisch bzw. Polnisch studiert. Bei vorhandenen Vorkenntnissen können ggf. einzelne Sprachmodule durch ein individuelles Studienprogramm ersetzt werden.
In beiden Studienrichtungen sind innerhalb des Wahlpflichtbereichs 1 auch zwei Praxismodule in einem der angebotenen Praxisbereiche (EU-Politics and Policy-Making, Gedächtnisorte oder Kommunikation und Öffentlichkeit) zu absolvieren. Die Module werden im 4. und 6. Fachsemester angeboten, sind projektförmig organisiert und stehen im inhaltlichen Zusammenhang mit dem Pflichtpraktikum. Sie sollen auch genutzt werden, um Themen für die Abschlussarbeit zu entwickeln. Bestandteil des Wahlpflichtbereich 1 ist auch das obligatorische Auslandssemester.
Im Wahlpflichtbereich 2 sind Module und Lehrveranstaltungen im Bereich General Studies zu besuchen sowie ein Praktikum durchzuführen.

Typische Lehrveranstaltungsformen / Formen der Lehre / Lehrprofil

  • Vorlesung: Die Vorlesung, unterstützt durch selbstorganisiertes Lernen, Tutorien bzw. Übungen stellt einen europawissenschaftlichen Themenbereich unter Aufarbeitung von Datenmaterial und wissenschaftlicher Literatur im Zusammenhang dar.

  • Seminar: Das Seminar führt durch aktive Mitarbeit der Studierenden in die fachlichen Probleme, Arbeitsweisen, Methoden und Ansätze ein. Es dient der Erschließung wissenschaftlicher Literatur und /oder der intensiven Behandlung eines fachspezifischen Themas im Studium. Die Studierenden bearbeiten in der Regel einen Teilbereich des Seminarthemas und erbringen damit den Nachweis ihrer Fähigkeit zur selbständigen wissenschaftlichen Arbeit. Durch Einsatz von Respondenzen (Koreferaten) wird Teamarbeit gefördert. Englischsprachige Seminare entwickeln die Fähigkeit zur Kommunikation in der Fachsprache Englisch. Ab dem dritten Studienjahr treten auch polnisch- und russischsprachige Lehrveranstaltungen für die entsprechenden Studienrichtungen hinzu.

  • Kurse: Die Kurse dienen der konzentrierten Wissensvermittlung in didaktisch reflektierter Form. Angeleitete, aber selbständig durchzuführende Recherchen gehören zum Arbeitsprofil.

  • Folgende besondere Lehrformen werden darüber hinaus angeboten:
  • Module zu Praxisfeldern: In zweisemestrigen Modulen zu Praxisfeldern müssen Studierende im 2. und 3. Studienjahr praktische Aufgabenstellungen bewältigen. In Modulen zu Area-Studies sind komplexe sozialwissenschaftliche und kulturhistorische Fragestellungen zu bearbeiten.
  • Studienschwerpunkte / Vertiefungsrichtungen

    Studienrichtung 1: Sozialwissenschaftliche Europastudien (Schwerpunkte: Politikwissenschaft und Soziologie, Anteile der Wirtschaftswissenschaften);
    Studienrichtung 2: Kulturhistorische Europastudien.
    In den beiden Studienrichtungen wird eine fachwissenschaftliche Fokussierung vorgenommen.

    General Studies

    General Studies sind berufsfeldbezogene Studienanteile und ergänzen das fachliche Studium des Vollfachs (oder Profilfachs). Sie umfassen zwischen 10 und 25 % des Studiums und vermitteln Studientechniken und Schlüsselqualifikationen für einen Beruf im außerschulischen Bereich.

    Praktikum

    8 Wochen in Deutschland oder im Ausland

    Fremdsprachenkenntnisse

    Deutsch; Englisch (B1-B2); Russisch/Polnisch

    Auslandssemester

    Das fünfte Semester wird als verpflichtendes Auslandssemester absolviert. Der Studiengang hat zahlreiche Partneruniversitäten innerhalb der EU (Frankreich, Italien, Spanien, Norwegen, Polen, Tschechien etc.), in EU-Beitrittsländern (Türkei) und international (Russische Föderation, Kirgistan, Kanada, Israel).

    Prüfungen und Prüfungsformen

    in der Regel Modulprüfungen; Klausur, Referat/Hausarbeit, Literaturbericht u.ä.

    // Bewerbung und Zulassung

    Empfohlene Fähigkeiten / Zielgruppen / Ansprüche an Studierende

    Das Bachelorprogramm Integrierte Europastudien richtet sich an deutsche und ausländische StudienbewerberInnen mit Interesse an der politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklung Europas. Dabei spielt der ost- und mitteleuropäische Raum eine wichtige Rolle. Er dient als Ausgangspunkt zur Betrachtung von Prozessen mit gesamteuropäischer Relevanz. Kritisches Denken und Neugier auf die Gepflogenheiten in anderen Ländern sind Eigenschaften, die IES-Studierende mitbringen sollten.

    Zugangsvoraussetzung Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife (z.B. Abitur, Einstufungsprüfung).
    Infos zum Studium ohne Abitur.
    Englisch B1
    Teilnahme an einem Selbsttest
    Der Selbsttest wird im Mai freigeschaltet.
    Nachweis Zugangsvoraussetzungen Selbsttest
    Studiengangsspezifischer Selbsteinstufungstest zur Einschätzung der individuellen Eignung für das Studium. Die Teilnahme am Selbsttest des Studienfaches müssen Sie bei der Immatrikulation nachweisen. Auf die Studienplatzvergabe hat das Resultat des Selbsttests keine Auswirkung.

    Sprachnachweis über Abitur
    Die Universität Bremen akzeptiert für den Nachweis der Sprachkompetenz B1 folgende im Abiturzeugnis ausgewiesene Mindestvoraussetzungen.
    • Beim Abitur mit 12 Schuljahren (G8): mind. 6 Jahre Fremdsprachenunterricht fortgeführt bis mind. Ende 11. Klasse.
    • Beim Abitur mit 13 Schuljahren (G9): mind. 7 Jahre Fremdsprachenunterricht fortgeführt bis mind. Ende 12. Klasse.
    Sind die Mindestvoraussetzungen nicht erfüllt, ist der Nachweis der Sprachkompetenz über Sprachtest bzw. Sprachzertifikat zu erbringen. Der Nachweis über Leistungen aus dem Abitur wird nur für die Bewerbung an der Universität Bremen anerkannt.
    Sind im Abiturzeugnis für eine Fremdsprache zwei Sprachniveaus angegeben, wird das niedrigere Sprachniveau anerkannt.

    Sprachnachweis über Zertifikat
    Eine Übersicht über den Nachweis von Fremdsprachenkenntnissen über Zertifikate entnehmen Sie bitte der Homepage des FZHB.
    Zulassung
    für Studienanfänger Zulassungsbeschränkt; es findet ein Auswahlverfahren statt
    für höhere Semester Zulassungsfrei; es stehen Studienplätze für alle BewerberInnen zur Verfügung
    Bewerbung über http://www.uni-bremen.de/studium/bewerbung-immatrikulation/bachelor-1-juristische-pruefung/antraege.html
    Frist für die Bewerbung/Einschreibung Anfänger 15.07. zum Wintersemester
    Frist für die Bewerbung/Einschreibung Fortgeschrittene 15.07. zum Wintersemester
    15.01. zum Sommersemester
    Studienbeginn Anfänger WiSe
    Studienbeginn Fortgeschrittene WiSe und SoSe

    // Formalia und Ordnungsmittel

    Studienform Grundständiger Studiengang
    Zeitaufwand Vollzeitstudium
    studierbar als Vollfach
    studierbar für Schulformen
    Abschluss Bachelor
    Titel nach dem Studium Bachelor of Arts (B.A.)
    Regelstudienzeit 6 Semester
    ECTS-Punkte
    Vollfach180CP
    Akkreditiert
    als Vollfach
    durch: ACQUIN
    am: 17.03.2005
    bis: 30.09.2017
    BAföG 6 Semester
    Kosten Semesterbeitrag 298,92€
    Bremen hat ein Studienkontengesetz.
    Unterrichtssprache Deutsch
    weitere Unterrichtssprachen Deutsch
    Ordnungen
    Prüfungsordnung
    vom 19.12.2012: Allgemeiner Teil Bachelor PO AT-BPO-12-12[pdf](113.3 KB)
    vom 16.06.2014: BPO-Integrierte-Europastudien-06-14_berichtigt[pdf](65.3 KB)

    // Forschung und Lehre

    Lehrende 3 Professoren und 4 Professorinnen im Fach Integrierte Europastudien  
    wissenschaftliche MitarbeiterInnen, LektorInnen
    Studierende 135 Studentinnen
    67 Studenten
    Kooperationen inneruniversitäre Ansiedlung am Institut für Geschichtswissenschaft, Kooperationen mit dem Institut für Politikwissenschaft und dem Institut für Soziologie; Kooperationen mit dem An-Institut Forschungsstelle Osteuropa und dem Fremdsprachenzentrum (FZHB).
    Zahlreiche internationale Kooperationen mit europäischen und außereuropäischen Partneruniversitäten

    // Kontakt und Beratung

    Homepage des Studiengangs www.ies.uni-bremen.de
    Fachbereich Fachbereich 08: Sozialwissenschaften
    Studienfachberatung Dr. Yvonne Pörzgen
    Gebäude GW2, Raum B2340
    E-Mail: yvonne.poerzgen@uni-bremen.de
    Telefon: 218-67271
    Sprechzeiten: Vorlesungszeit: Di 11-13 Uhr
    Vorlesungsfreie Zeit: nach Vereinbarung
    Praxisbüro Birgit Ennen
    Gebäude GW2, Raum B 2320
    E-Mail:
    Telefon: 0421-218 67309
    Sprechzeiten: Dienstag bis Donnerstag, 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr
    Geschäftsstelle des Studiengangs Margarete Resmer
    Gebäude GW2, Raum B2350
    E-Mail: mresmer@uni-bremen.de
    Telefon: 042121867421
    Sprechzeiten: Vormittags
    Stand der Informationen 22.12.2016
    Autorin Yvonne Pannemann